Sänger

Polina Proutskova

Polina Proutskova

Polinas Zuhause erstreckt sich über viele Orte: ihre Geburtsstadt St. Petersburg; die russische Provinz, wo sie hinfährt, um alte Frauen – die Traditionsträgerinnen – zu treffen, ihre Lieder zu lernen und ihre Kultur zu dokumentieren; Berlin, wo Freunde und gleichgesinnte Musiker leben; und London, wo sie ihrer Forschung nachgehen kann. Parallel zu ihrem Studium der Mathematik und Linguistik bekam sie eine Gesangsausbildung und trat als Sängerin auf. Sie begann ihre musikalische Karriere mit dem Dorf-Blues des Mississippi-Delta, sang Jazz, Funk, Rock und Reggae mit diversen Bands. Durch die Begegnung mit sefardischen und russischen Feldaufnahmen erwachte Polinas Interesse für andere, nicht-westliche Musiktraditionen.
Seit vielen Jahren beschäftigt sich Polina nun intensiv mit russischer Folklore. Sie unternimmt Feldforschungsreisen in verschiedene Regionen Russlands, forscht weltweit in den Musikarchiven. Sie beherrscht die spezifische Gesangstechnik und Stilistik russischer Folklore und tauscht sich mit russischen Ethnologen und Folkloreensembles aus.
In Berlin ist sie im project ‚ETO_X‘ aktiv, das auf der Grundlage russischer ritueller Lieder eine Mischung aus Jazz, Drum&Bass und elektronischer Musik kreiert https://myspace.com/etoxberlin.
Zusammen mit Deniza singt sie den Musikalischen Religionsdialog www.musikalischer-religionsdialog.de, wo sie die sefardische und russische Volkstradition vertritt. Heute lebt Polina in London, am Goldsmiths College hat sie die Möglichkeit bekommen zu promovieren und die Grundlagen der neuen Disziplin Computational Ethnomusicology zu erarbeiten.

Deniza Popova

Deniza Popova

Deniza wurde in Bulgarien geboren und ist in Norddeutschland aufgewachsen. Als Tochter eines bulgarischen Musikerpaares lernte sie durch ihren Vater, Ivan Popov, das Operntheatersänger und durch ihre Mutter, Leiterin des Folkloreensembles Rostock, verschiedene Musiktraditionen aus aller Welt kennen. Seit 1989 lebt sie in Berlin. Sie studierte Musik/Gesang (Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin) und Musikwissenschaft, Bulgaristik, Musikethnologie (Humboldt-Universität und Freie Universität). Verteidigte ihren Dissertationsprojekt zum Thema: „Die authentischen bulgarischen Musiken“. Sie erforscht, singt und beschreibt innerhalb ihrer wissenschaftlichen Arbeiten sowohl die byzantinische Kirchenmusik und deren heutige Existenz in den orthodoxen Kirchen als auch die Volksmusik Bulgariens. (www.musikalischer-religionsdialog.de)
Ihr Vorbild sind vor allem die Großmütter, Großväter und Mönche, die sie während ihrer Feldforschungsreisen kennen gelernt hat, aber auch die Ethnologen und Wissenschaftler, die durch ihre Arbeit dazu beigetragen haben, dass wir heute auf Archivmaterial zurückgreifen können, welches uns als „authentische Musik“ inzwischen kaum mehr begegnet. (www.forum440.de)

Dina Labinska

Dina Labinska

Geboren und aufgewachsen in der Nähe von Kiev, studierte Dina Musiktheorie und Musikgeschichte an der Kiever Staatlichen Musikakademie. Dort wurde auch das Fach Folklore und Ethnographie unterrichtet. Dina lernte viele ukrainische Volkslieder von ihrem Vater, aber den authentischen Dorfgesang hörte sie zum ersten Mal während des Studiums, auf ihren Feldforschungsreisen.
Sie wurde von der Entdeckung einer anderen – mythischen – Welt, die in den Liedern und Erzählungen der Großmütter aus dem Dorf auflebt, tief beeindruckt und beeinflusst. Zusammen mit dem Interesse für die altslavische Archaik, die Teil ihres Lebens wurde, kam auch das Erkennen ihrer eigenen Zugehörigkeit zu dieser Tradition und Kultur.
Ihre Diplomarbeit schrieb sie über die Feldforschungsaufnahmen, die sie im Nordosten der Ukraine machte. Ihr Doktorvater war Evgenij Efremov, der Gründer von „Drewo“ – des ersten Ensembles für authentischen Dorfgesang in der Ukraine. Nach dem Studium unterrichtete Dina Musik an der Schule und arbeitete für einen Radiosender. Seit 2000 lebt sie in Deutschland.
Seit 2005 Mitglied Ensembles Polynushka.

Veronika Massold

Geboren in Kasachstan und aufgewachsen in der Ukraine, studierte traditionelle ukrainische Musik und Kultur am College für Kunst und Kultur in Lugansk.
2008 schloss sie sich dem Ensemble Polýnushka an.

Darja Baranow

Darja Baranow

Darja Baranow ist das jüngste Mitglied des Ensembles. Sie ist in Sibirien geboren und spielt seit ihrem 5. Lebensjahr Klavier. Ihre Vorliebe für die russische Folklore entwickelte sich in früher Kindheit, unter dem großen Einfluss von ihrer Großmutter, von der sie die ersten Lieder gehört hat. In 2006 ist sie mit ihrer Familie nach Berlin umgesiedelt worden. Darja setzt ihre musikalische Ausbildung am Musikgymnasium Carl-Philipp-Emanuel-Bach fort.
Gegenwärtig studiert sie Slawistik bei Humboldt Universität und beschäftigt sich in ihrer Freizeit mit der traditionellen Kultur der Folklore zusammen mit Ensemble Polynuschka.

Ania Paszkiewicz

Ania Paszkiewicz

Geboren in Polen. Aufgewachsen im Riesengebirge, wo sie in den Jahren  1991 bis 1998 im Off- Theater „Klinika Lalek“ mitspielte.
In Berlin studierte sie Linguistik an der Humboldt Universität. Auch hier  an verschiedenen Theaterprojekten; u.a. im Theater am Ufer;  teilgenommen. Vom Frühjahr 2003 bis Herbst 2008 arbeitete sie im  dokumentartheater-berlin, anschließend im Theater Lieder und Worte.  Während dieser Mitarbeit wuchs ihre Faszination für die russische  Folklore, auf welcher das musikalische Werk dieser beiden Ensembles oft  basierte.
Seit 2011 Mitglied Ensembles Polynushka.

Elisabeth Rudi

Auf einer russischen Insel namens Sachalin in 1984 geboren und aufgewachsen ist Elisabeth früh in Kontakt mit der russischen Folklore gekommen. Seit sie sieben war besuchte sie 6 Jahre lang die folkloristische Abteilung einer Musikschule und trat als Solistin in diversen Konzerten und Tournees mit dem Volksliederensemble der Schule auf, unter anderem auch in Japan. Der Gesang, der russische Volkstanz und das Spielen verschiedener Volksmusikinstrumente, wie z. B. des Knopfakkordeons, brachten Elisabeth viele Jahre später zu ihrem ersten Job als Leiterin eines russischen Volksmusikseminars während ihres Kulturwissenschaftsstudiums an der Universität Hildesheim (Niedersachsen). Die russische Singkunst war und bleibt ein Teil ihrer Identität, obwohl sie schon seit 15 Jahren in Deutschland lebt. Berlin ist seit einem Jahr ihre Heimatstadt, dort arbeitet sie bei einer Werbeagentur und trifft sich regelmäßig mit dem Ensemble „Polynuschka“. Ihren Debüt mit dem Ensemble hatte Elisabeth am 26.04.2013 in Bad Neustadt.

Ilja Pletner

Ilja Pletner, 1984 in Dnepropetrowsk (Ukraine) geboren, studierte Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin und Violine an der Hochschule für Musik Würzburg.
Er spielte unter anderem am Deutschen Theater Berlin, dem Eigenreich Theater Berlin sowie den Sophiensälen Berlin.
Einem größeren Publikum wurde Ilja in Film- und Fernsehproduktionen (Novemberkind) von Christian Schwochow, Dominik Graf (Im Angesicht des Verbrechens) und Torsten C. Fischer (Schurkenstück) bekannt.
Seit 2013 Mitglied Ensembles Polynushka.

 Andrej Wanichew
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Tatyana Samokhvalova

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Yulia Smirnova
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